– AUSGABE FÜNF –

Wertschöpfung durch Co-Creation

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Für die meisten Marken ist es schon lange völlig normal, gemeinsam mit ihren Kunden kreativ zu werden und deren Feedback zu nutzen um zukünftige Produkte und Dienstleistungen zu verbessern. Mit der digitalen Transformation verändert sich allerdings die Definition von guter Co-Creation in den letzten Jahren.

Die Einbindung kreativer Konsumenten wird heute sehr viel tiefergehend gestaltet. Die führenden Marken produzieren mit ihrer Community Inhalte, entwickeln ganze Produktlinien zusammen und bewerben die Marke auch gemeinsam. Sie bauen eine Marke auf, von denen die Kreativen ein Teil sein wollen.

In der Abgrenzung zu Influencer-getriebenen Marketingstrategien setzt Co-Creation häufig darauf, die Breite ihrer Community zu aktivieren. Jeder kann Inhalte erstellen oder großartige Ideen für Produkte haben, die auf große Resonanz stoßen. Marken sind entsprechend gut beraten mit jedem leidenschaftlichen Mitglied ihrer Community zusammenarbeiten.

Um diese Schätze zu heben bietet es sich an über Belohnungen und Vergütungen für die Beiträge der kreativen Konsumenten nachzudenken. Diese sollten immer auch als Marken-Botschafter, sogar als Investoren, verstanden werden und entsprechend an der Entwicklung teilhaben.

82% der befragten Verbraucher finden es gut in den Entwicklungsprozess eingebunden zu werden.

/GCI MAGAZINE

50% der Innovationen von P&G sollten außerhalb des Unternehmens entwickelt werden, was die Erfolgsrate der Innovationen mehr als verdoppeln konnte.

/MARKETINGSOCIETY

84% effektiver waren Kommunikationsplattformen von Danone, wenn sie durch Co-Kreative Ansätze entstanden sind.

/IPSOS

Inspirationen

Wer sind eigentlich die Pioniere hervorragender Co-Creation? Und welche Tools setzen sie ein, um ihre Verbraucher und Team effektiv einzubinden?

Wie IKEA gemeinsam mit der Welt das zukünftige Sortiment gestaltet

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Nachdem die Kunden von IKEA immer wieder zeigen, dass man aus den vorgeschlagenen Möbelsystemen völlig individuelle Einrichtungselemente zusammenstellen kann (“IKEA Hacks”) ist der Konzern dazu übergegangen, die Kreativität seiner Nutzer von vornherein zu berücksichtigen. Mit der Plattform “Co-Create IKEA” werden Nutzer eingebunden, um Produkte zu entwickeln und zu testen. Teil der Kampagne ist darüber hinaus, die Produktentwicklung für externe Designer*innen und Startups zu öffnen.

Die Zukunft der Lieferdienste mitgestalten

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In gemeinsamen Workshops mit bisher über 6.000 Kunden in Deutschland und Singapur entwickelt DHL neue Produkte. Eine der vielen entstandenen Ideen ist der Parcelcopter, eine Lieferdrohne: Während herkömmliche Postfahrzeuge in der Regel eine halbe Stunde für die Zustellung brauchen, benötigt der Parcelcopter nur acht Minuten. Mitglieder der Gemeinschaft haben die Idee mitentwickelt und den potenziellen Service getestet.

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Was passiert im Wettbewerb und welche Ansätze setzen sich in der Co-Creation durch?

Die interaktive Beauty Community

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Das südkoreanische Beauty-Startup “woohwaman“, unterstützt von Nivea’s Accelerator Programm, setzt voll auf die Kraft ihrer Nutzer: Über eine digitale Community Plattform werden alle neuen Produkte gemeinsam mit den Käufern entwickelt.

Wie Wander Beauty sein neuestes Produkt gemeinsam mit Kunden entwickelt

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Wie viele andere Kosmetikmarken holt Wander Beauty bei der Produktentwicklung häufig das Feedback seiner Kunden ein. Doch bei der Einführung ihrer neuesten Lidschattenpalette wählte die Marke einen tiefer gehenden Ansatz, indem sie sie direkt mit den Verbrauchern zusammen entwickelte.

Leadership Hacks

Was können wir konkret tun, um heute unsere Organisation zukunftsfähig aufzustellen?   

Die Magie der Co-Creation mit dem Kunden

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Bei Co-Creation bzw. Open Innovation steht der Dialog mit kreativen Konsumenten im Mittelpunkt. Dabei geht es um viel mehr als nur um einen besseren “market fit”: Letztendlich soll mit den Konsumenten ein echter Mehrwert entwickelt werden, indem man wirklich versteht, was diese brauchen.

Macht es den Konsumenten leicht, ihre Meinung zu äußern
Ein einfacher Beteiligungsprozess ermutigt viele Konsumenten, ihre Meinung zu teilen.

Es muss Spaß machen und interaktiv sein
Die Konsumenten sollten durch Aktivitäten, Status-Updates und Belohnungen laufend beteiligt werden.

Sprecht nicht nur mit Euren besten Konsumenten
Seid mutig! Ladet zum Dialog mit Konsumenten ein, die Eure Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch genommen haben aber weniger Gutes über diese zu sagen haben.

Fangt so früh wie möglich mit der Einbindung an
Um sicherzustellen, dass Eure Produkte den Bedürfnissen der Konsumenten am Besten entsprechen, solltet Ihr sie bereits in der ersten Phase der Produktentwicklung in den Co-Creation Prozess einbeziehen.

Talks & Media

Lautstärke aufgedreht! Hier gehts zu inspirierenden Vorträgen von Changemakern und Experten auf dem Gebiet der Co-Creation.

Stefanie Jansen

Dieser Vortrag nimmt Euch mit auf Stefanies Weg von einem superschüchternen Mädchen zu einer Co-Creatorin, sowie auf ihre Vorstellung eines Paradigmenwechsels, den unsere Gesellschaft derzeit erlebt. Was bedeutet der Übergang zum Co-Creator-Paradigma wirklich?

Cristina Gerber

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Wie gelingt Co-Creation? Produktmanagerin Cristina Gerber beschreibt im InnoPodcast, warum Unternehmen diesen Weg der Zusammenarbeit wählen sollten, welche Hürden sie bei der Umsetzung genommen und welche Voraussetzungen es dafür im Unternehmen braucht.

Sam Fry and Richard Adams

Diese Folge der Podcast-Serie über Design Thinking befasst sich mit dem Thema wie Co-Creation und Empathie dazu genutzt werden können um Produkte mit dem Kunden zu entwickeln.

Wir sind die lernende Organisation

Die Welt dreht sich schnell und wir wollen den Wandel als Erste gestalten. Daher hat Henkel Beauty Care Deutschland dieses regelmässig erscheinende Wissensformat ins Leben gerufen. Hier wollen wir gemeinsam neue Trends aufspüren und unsere Eindrücke von vielen Seiten zusammenführen.

Ihr seid herzlich eingeladen, spannende Trends und Ideen zu teilen und somit zum Inhalt der nächsten Ausgaben zu machen. Bitte schickt dazu Eure Impulse oder Fragen zu trendbestimmenden Entwicklungen an:

Katharina Herzog

General Manager Henkel Beauty Care Retail Germany

Diese Ausgabe wird unterstützt vonund dem Henkel Co-Creation Hub